Finnische Weihnachtsbäckerei

Wie bei uns, wird auch in Finnland zu Weihnachten viel gebacken. Ob traditioneller Pfefferkuchen, klassische Weihnachtsterne oder Gewürzkuchen. Hier kommt eine Auswahl an meinen Lieblingsrezepten!

Weihnachtssterne
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Noch warm sind sie am besten!

Dieses Rezept ist sehr einfach!

Zutaten:
1 Packung Blätterteig
Zwetschenmarmelade
1 Ei

Backblech(e) mit Backpapier

 

Zubereitung:
Backofen auf 220°C Umluft vorheizen.

Blätterteig ausrollen.

Teig in gleichgroße Quadrate schneiden (ideal ist alles zwischen 8×8 bis 10×10).

Jedes Quadrat an allen 4 Ecken ca. 2 bis 2.5 cm einschneiden.

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Die Herstellung ist simple!

Einen Klecks Marmelade in die Mitte von jedem Quadrat.

Jede eingeschnittene Ecke des Quadrats zur Mitte umbiegen und festrücken, ggf. mit Wasser festkleben. Jedes Blätterteigquadrat soll am Ende aussehen wie ein Windrad.

Alles auf ein Backblech (oder zwei) und mit einem verquirlen Ei alle Windräder bestreichen.

Circa 8 Minuten (bzw. Backanleitung auf Blätterteig beachten) goldgelb backen.

Die Weihnachtsterne schmecken noch etwas warm am besten, sind aber auch ein paar Tage haltbar (was bei uns selten vorkommt!).

 

 

Gewürzkuchen mit Datteln und Roggen

Lecker, nicht nur zu Weihnachten!

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Der Gewürzkuchen ist unten rechts!

Zutaten:
175 g entkernte und gehackte Datteln
200ml Wasser
Saft 1 Zitrone
200g weiche Butter
225g Rohrzucker
Inhalt einer ½ Bourbon Vanillestange
2 Eier
1 TL Natron
1TL Zimt
1 TL Kardamom
200 g Roggenvollkornmehl

18cm große Springform, gefettet und bemehlt.

 

Zubereitung:
Bevor es richtig losgeht, die Datteln mit 200ml Wasser erhitzen und ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis sie schön weich sind. Dann den Zitronensaft dazugeben und alles zu einer Paste verrühren. Abkühlen lassen!

Backofen auf 170°C Umluft vorheizen.

Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Das Mark der ½ Vanilleschote einrühren und nach und nach die Eier dazugeben. Immer schön weiterrühren.

Das Natron, die Gewürze und das Mehl in einer separaten Schüssel vermischen (Tipp: das Natron ins Mehl sieben).

Anschließend Mehl mit Gewürzen zum Rest dazugeben und die Dattelmasse zum Schluss unterrühren.

Teig in die Backform geben und ca. 50 Minuten backen (mit Holzstäbchen kontrollieren bis kein Teig mehr daran klebt) und vor dem auslösen aus der Backform 15 Minuten abkühlen lassen.

 

Pfefferkuchen
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Mit dem Teig kann man auch Häuser „bauen“!

Am besten den Teig am Vortag schon anrühren und über Nacht ruhen lassen!

Zutaten:
125g weiche Butter
125g Zucker
100ml Zuckersirup
1 Ei
260g Weizenmehl
2 TL Natron
2 TL gemahlener Piment
2 TL gemahlener Ingwer
½ TL gemahlener Kardamom
Ausstecher nach Belieben
ggf. fertige Zuckerglasur zum Verzieren

Backblech(e) mit Backpapier

 

Zubereitung:
Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Anschließend Zuckersirup und das Ei dazu.

In einer separaten Schüssel Mehl geben und Natron hinein sieben. Piment, Ingwer und Kardamom dazu.

Alles unter die Buttermischung rühren und (nicht zu lange) zu einem Teig verkneten. Teig mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen, noch besser über Nacht.

Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den gut gekühlten Teig ca. 4 Millimeter dick ausrollen. Nach Belieben Formen ausstechen (zum Beispiel Elche, Lebkuchenmänner und -Frauen) oder Häuser „bauen“.

Formen auf das Backblech legen, aber etwas Platz dazwischen lassen, der Teig geht beim Backen noch auf.

Wahrscheinlich brauchst du für diese Teigmenge mind. 2 Bleche.

Im vorgeheizten Backofen ca. 8-10 Minuten hellbraun backen und danach auf einem Gitter abkühlen lassen.

Wenn man möchte, kann man mit Zuckerglasur alles noch verzieren. Ich verzichte meistens darauf, weil ich dafür kein Talent habe und der Zucker alles in der Dose zusammenklebt.

 

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Immer lecker, ob mit oder ohne Zuckerdeko!

Zum Schluss möchte ich dir noch eine persönliche Buchempfehlung geben. Es ist das Backbuch der Finnin Miisa Mink, die verschiedene Läden namens Nordic Bakery in London betreibt. Ich habe Miisa vor ein paar Jahren getroffen und fand sie nicht nur sehr sympathisch, sondern auch ihre Rezepte lecker und einfach nachzumachen. Für die Empfehlung habe ich daher weder Geld noch irgendwas bekommen.

 

 

 

Fotos © #FinnlandBlog und visitfinland

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