Leena Parkkinen „Die alte Dame, die ihren Hut nahm und untertauchte“

Kommt dir das bekannt vor? Als Finnland-Fan geht man ja mit einem völlig anderen Blickwinkel in Buchhandlungen oder stöbert mit ganz speziellen Suchbegriffen beim Onlinehändler. Da bin ich wahrscheinlich nicht anders als du und viele andere auch. So bin ich auch auf dieses Buch gestoßen. Warum ich es gekauft, gelesen und am Ende sogar ziemlich gut fand, erzähle ich dir.

 

Der Titel und das Coverwp_20161108_11_30_47_rich

Ehrlich? Ich persönlich finde weder Titel noch Cover sonderlich gut gelungen. Beim Titel denkt man an einen Abklatsch des Bestsellers von Jonas Jonassons „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Außerdem ist dieses abstrakte Bild, mit der schrulligen älteren Dame in Pastelltönen, wirklich nicht meins. Eine düstere Schärenlandschaft und ein reißerischer Titel wie „Suche nach dem Mörder in der Vergangenheit“ oder so was in der Art, hätte mich eher aus der Reserve gelockt. Da ich aber so ziemlich jedes Buch von finnischen Autoren lese, das im deutschsprachigen Markt erhältlich ist, wanderte es trotz Titel und Cover in meinen Einkaufskorb.

 

Kurzbeschreibungwp_20161108_11_37_12_rich

Eine alte Dame -in einem genauso alten Auto– fährt alleine frühmorgens durch Westfinnland und stoppt an einer Tankstelle, die gerade ausgeraubt wird. Kurzerhand schlägt sie den Typen nieder, schnappt seine schwangere Komplizin und haut mit dem Mädchen ab. Gemeinsam fahren sie auf die kleine Insel Fetknoppen -die Heimat der Dame-, irgendwo in den finnischen Schären vor Turku. Die Autorin Leena Parkkinen nimmt einen dabei immer wieder in Gedanken und Erinnerungen mit in die Vergangenheit der Dame, während sich die ungleichen Frauen mit der Zeit näher kennenlernen. Dabei wird immer deutlicher, dass die alte Dame aus einem ganz bestimmten Grund zurückgekehrt ist: Sie möchte einen Mord aus ihrer Jugendzeit aufklären, bevor es zu spät ist.

 

Mein Fazitwp_20161108_11_33_21_rich

Als Frau darf ich das sagen: Ich mag keine Frauenliteratur und ich mag auch keine pastellfarbigen Cover, daher war ich auch sehr skeptisch als ich dieses Buch zu lesen begann. Aber meine Güte, das Buch hat echt Potenzial! Es ist spannend wie ein Krimi, lädt zum Nachdenken ein und offenbart einen ein Kapitel finnischer Geschichte, das nicht vielen bekannt ist.

Daher mein Fazit: Das Buch ist ein „Wolf im pastellfarbigen Schafspelz“ und daher uneingeschränkt lesenswert!

 

 

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Fotos © #FinnlandBlog

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