Tampere: industrielle Vergangenheit mit viel Herz

Tampere und ich wir mögen uns, anders kann ich es nicht erklären, warum bei meiner Ankunft die Sonne vom strahlend blauen Himmel schien und die Stimmung in der Stadt an allen Ecken fröhlich und ausgelassen war. Generationen übergreifend saßen Einheimische und Besucher im Koskipuisto Park und genossen den ersten richtigen Sommertag des Jahres. Und was machte ich?

 

Nach dem Einchecken ins Hotel, setze ich mich natürlich direkt dazu! Aber dabei blieb es natürlich nicht! Ich hatte mir viel vorgenommen für meinen Aufenthalt, daher ist hier der erste Blogpost einer kleinen Tampere-Serie!

-ich !

 

Auf den Spuren der industriellen Vergangenheit

 

Egal von welcher Seite du dich der Stadt näherst, du siehst zunächst einmal Schornsteine aus Backstein. Tampere war zur Zeit der Industrialisierung der Hotspot in Sachen Textilindustrie in Finnland, viele nennen es deshalb noch immer das Manchester des Nordens. Große Unternehmen, wie Finlayson stammen von genau hier. Nichts lag daher für mich näher, als Tampere kennenzulernen, in dem ich mich auf die Spuren dieser industriellen Vergangenheit begab.

 

Um meinem Weg zu folgen, habe ich ihn in die Karte eingezeichnet, aber bitte nicht lachen: ich bin definitiv keine Grafikerin! 🙂

auf den industriellen Spuren Tamperes!

Startpunkt ist der bereits genannte Koskipuisto Park. Dort schaut man auf die imposante Stromschnelle Tammerkoski, die die beiden Seen Näsijärvi und Pyhäjärvi verbindet, und schon seit dem 18. Jahrhundert zur Energiegewinnung genutzt wird.

Stromschnelle Tammerkoski

 

Wir gehen dort aber zunächst nicht über die Brücke, sondern leicht rechts Richtung Työn Puisto Park. Da steht eine männliche Skulptur, die den fleißigen Arbeitern der Stadt gewidmet ist.

den Arbeitern der Stadt gewidmet

 

Von hier geht es weiter und an der Kreuzung links ins Tampella-Gelände. Dort war früher eine Leinenfabrik, das mit verschiedenen anderen Unternehmen fusionierte und sich -wer hätte es gedacht- Tampella nannte. Heute ist dort neben vielen kleineren Firmen das wirklich sehenswerte Vapriikki Museum

Nicht zu übersehen: hier geht’s zum Museum!

 

Weiter geht’s rechts in die Turpiininkatu, über den Pellavantori Platz, vorbei an Wohnhäusern, vor bis zur Bahnbrücke, dann schaut man links und erblickt einen imposanten Schornstein, der laut Führer immerhin 104 Meter hoch ist.

 

überall in der Stadt sind ehemalige Schornsteine!

 

 

Hier geht’s über die Tampellan Esplanadi zur Tampereen Komediateatteri, das früher Gebäude für Freizeitaktivitäten der Arbeiter war und heute das Komödientheater beheimatet.

 

Danach sieht man schon wieder den kleinen Park mit der Skulptur und die Stromschnelle. Wir gehen nicht über die große Straße mit den Autos, sondern leicht links über die Fußgängerbrücke Patosilta. Dort sieht man schon von weitem die vielen Liebesschlösser von meinem Titelbild. Der perfekte Punkt, einmal seine Liebe oder seinen Lieben innig zu küssen und -wenn ihr wollt- natürlich selbst ein Schloss anzubringen!

 

Nicht nur für Verliebte: Patosilta

 

 

Weiter geht’s und rechts erscheinen wieder Backsteingebäude: das Frenckell-Gelände, eine ehemalige Papierfabrik mit einem (schon wieder!) Schornstein von 1870.

 

 

Von hier geht’s zum großen Marktplatz, den lassen wir aber bewusst zunächst links liegen und biegen rechts ab und sehen wiederum Backsteingebäude. Hier liegt das Finlayson-Areal. Finlayson, der übrigens Schotte war und nur zufällig so hieß, hat dort das bekannte Textilimperium aufgebaut. Da gibt es übrigens auch ein Ladengeschäft. Sehr schön, sollte man unbedingt einmal hineingehen, kaufen würde ich aber im Popup-Store (leider weiß ich nicht, wie lange er dort sein wird!) im Einkaufszentrum Koskikeskus.

Nicht zu übersehen was hier ansässig ist!

 

Im Finlayson-Areal sind mittlerweile jede Menge Läden, Kneipen, eine Brauerei, ein Kino und andere Geschäfte untergebracht. Eigentlich ist dort immer was los. Wie gut allerdings das Essen und das Bier dort ist, kann ich nicht beurteilen. Ich fand es dort fast etwas touristisch, wenn man in Finnland von sowas überhaupt sprechen kann.

 

Durch das Areal hindurch, kommen wir an den letzten Punkt in diesem Blogpost. Die Finlaysonin Kirkko, die Finlayson Kirche. Am Wochenende im Sommer finden dort sehr viele Hochzeiten statt. Übrigens: Ein super Spot, um Brautkleider, abgefahrene Hochzeitsautos und angetrunkene Brautjungfern zu beobachten.

Die Finlayson Kirche (mit mittlerweile zugezogenen Himmel!)

 

Wer möchte kann danach noch zum Finlayson-Palast, aber für den Moment endet hier mein erster Teil Tampere.

 

Weiter geht’s nächste Woche!

 

 

 

+++ Tipps +++ Tipps +++ Tipps +++ Tipps +++

 

Muss man gesehen, gegessen und gemacht haben:

  • Historische Backsteingebäude, die von der industriellen Vergangenheit erzählen (am besten meiner vorgeschlagenen Route folgen)
  • historische Kaufhalle (Lage und Link siehe unten)
  • Stromschnelle Tammerkoski am Koskipuisto Park (super Fotospot!)
  • Museum Amuri: Finnlands erste Arbeitersiedlung (Link siehe unten)
  • wer’s mag: Blutwurst (Musta Makkara) mit Preiselbeermarmelade und einem Glas Milch (es gibt einen Stand in der Markthalle)
  • auf den Aussichtsturm Pyynikki steigen und einen (oder mehrere) Munkki essen, das ist so eine Art Donut.

 

Anreise:

  • Flugzeug: Direktflug von Bremen nach Tampere mit Ryan Air oder über Helsinki Airport
  • Bahn: Mit der finnischen Bahn (VR) landet man bequem im Stadtkern. Zugfahrt vom Flughafen dauert 1 Stunde und 20 Minuten.
  • Auto: Vom Süden über die Autobahn E12, von Osten über die E63, von Norden über die E65 und von Westen über die Landstraße 11

 

 

Wissenswertes:

  • Wifi: im Stadtgebiet gibt es kostenfreies Wifi, Paßwort erhält man über die teilnehmenden Geschäfte und Hotels
  • Touristeninformation: Liegt direkt ein paar Meter vom zentralen Marktplatz in der

 

 

Links:

 

 

Fotos © #FinnlandBlog

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